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Projekt Sofia
Beschreibung des Projekts
Das Projekt Sofia ist ein sozialkulturelles Projekt, das die Arbeit der “Anthroposophisch Therapeutischen Gemeinschaft von Cuyuncavi“ (Chile) in Europa bekannt machen möchte. Es sucht sowohl die finanzielle Unterstützung als auch den Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen Anthroposophen aus Chile und Europa.
Die arbeit in der therapeuthischen gemeinschaft von Cuyuncavi (Chile)
Das Projekt beruht auf der Idee, zwischen Ende 2008 und im Laufe des Jahres 2009 13 Benefiz-Konzerte zu Gunsten der „Therapeutischen Gemeinschaft von Cuyuncavi“ in verschiedenen anthroposophischen Zentren Deutschlands zu veranstalten. Begleitend zu den Konzerten wird es eine Ausstellung mit Fotos und Texten über die Gemeinschaft geben, welche die grundlegenden Ideen veranschaulichen, auf denen die Gründung dieser Initiative beruht. Die Konzerte werden durch die Sopranistin Esperanza Restucci gestaltet, deren Programm sowohl europäische als auch lateinamerikanische Komponisten beinhalten wird.
Die „Therapeutischen Gemeinschaft von Cuyuncavi“
Diese Gemeinschaft wurde am 13. Oktober 1996 in der Gegend von Curacavi, 50 Kilometer von Santiago de Chile entfernt, gegründet. Ihr Hauptziel ist es, Jugendlichen zu helfen, die unter seelischen Konflikten, psychiatrischen Problemen, Suchtkrankheiten oder auch anderen Krankheiten leiden. Die Behandlung erfolgt auf Grundlage von Therapiegesprächen, welche ergänzt werden durch Wala- und Weleda-Arzneimittel und durch praktische, manuelle Tätigkeiten auf einem biologisch-dynamisch geführten Bauernhof. Die Patienten arbeiten täglich auf dem Land, bearbeiten den Boden, bauen Gemüse an und versorgen die Tiere.
Alle Aktivitäten der therapeutischen Gemeinschaft sind möglich dank freiwilliger, laufender Spenden, die sie erhalten.
Formen der Unterstützung:
Wir suchen nicht nur Hilfe in finanzieller Hinsicht, sondern auch den Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Für die Gemeinschaft haben folgende Formen der Unterstützung Priorität:
Finanzielle Hilfe
Erfahrungs- und Gedankenaustausch
Über die therapeutische Gemeinschaft Cuyuncavi
Diese therapeutische Initiative wurde ins Leben gerufen, um Jugendlichen mit verschiedenen psychischen Problemen und Krankheiten einen Weg zur Heilung zu ermöglichen, die durch herkömmliche Therapien keine reelle Hilfe erhalten hatten.
Diese Jugendlichen wandten sich an Herrn Claudio Rauch, der die Anthroposophie in Chile eingeführt hat, und baten ihn um therapeutische Hilfe, denn sie sahen in ihm einen Menschen mit großen Fähigkeiten, die Krankheiten und Konflikte, denen sich der Mensch unserer Zeit ausgesetzt sieht, zu verstehen. Als Antwort auf diese Bitte setzte er sich für die Bildung dieser Gemeinschaft ein, um sie gemeinsam mit einigen Helfern auf dem Lande zu verwirklichen.
Voraussetzung für das Gelingen einer Therapie ist ein Stück Land, auf dem die Jugendlichen sich täglich der Natur öffnen können. Indem sie die täglich anfallenden Arbeiten der Landwirtschaft - wie Säen, Ackern und die Tiere versorgen - ausführen, kommen die Patienten wieder zu Kräften, harmonisieren ihre Wesensglieder, und dies erlaubt ihnen wiederum, sich mit ihrer eigenen Problematik auseinander zu setzen. Wöchentlich finden Gespräche mit dem Therapeuten statt, die durch anthroposophische Medikamente der Wala oder von Weleda ergänzt werden.
In ihren Anfängen hatte die Gemeinschaft nicht einmal ein Stück Land, wo sie diese therapeutische Arbeit hätte leisten können, sie hatte nur den Willen, diesen Impuls zu verwirklichen. Aus diesem Grunde stellten befreundete Anthroposophen eine Farm zur Verfügung, um mit der Arbeit beginnen zu können. Am 13. Oktober 1996 konnte so mit der
Arbeit auf der kleinen Farm bei Curancaví begonnen werden. Sieben Jahre lang wurde dort, 50 km von Santiago de Chile entfernt, gearbeitet.
Im darauf folgenden Jahr konnte mit Spendengeldern ein Haus im Cuyuncaví-Tal gekauft werden, in dem die Patienten während der Dauer ihrer Behandlung wohnen konnten. Einige Jahre später konnten weitere 20 angrenzende Hektar dank neuerlicher Spenden hinzugekauft werden.
Aus dieser Gemeinschaft erwuchsen folgende Initiativen:
Der Kaspar Hauser Verein
Im Jahre 1998 gründeten Freunde der therapeutischen Gemeinschaft den gemeinnützigen Verein „Kaspar Hauser“, der therapeutische und bildungsbezogene Ziele verfolgt, mit dem Zweck, die Gemeinschaft finanziell und rechtlich zu stützen und zu beraten.
Tucucure
Apotheke Triodo
Anbau von Heilpflanzen
Ein kleiner Laden, um biologisch-dynamische Produkte zu verkaufen
In der zwölf Jahre des Bestehens der Gemeinschaft haben viele Patienten ihre Therapie erfolgreich abschließen können und konnten sich wieder in das soziale Leben eingliedern und ihre Tätigkeit mit neuen Kräften wieder aufnehmen.
Die Farm wurde über die Jahre dank großzügiger Spenden und der unermesslichen Anstrengung und Aufopferung von dem Therapeuten Claudio Rauch und seinen Mitarbeitern Cecilia Donoso und Rodrigo Cavieres aufgebaut. Sie leben vor Ort, betreuen die Patienten und leiten und überwachen die täglich auf dem Land anfallenden Arbeiten.
Zur Zeit leben in dieser Gemeinschaft ungefähr 12 Patienten zwischen 16 und 57 Jahren.
Leitgedanken zur Therapie auf dem Lande:
Als Menschen, hineingeboren in den Materialismus und in ihm aufgewachsen, leben wir immer mehr unter dem dumpfen Eindruck, unveränderbare Wesen zu sein. Dieser materialistischen Anschauung nach wären wir nur ein Zufallsprodukt der Naturgesetze.
Auf diese Weise verlieren wir, was dem Geiste eigen ist: die Fähigkeit der Verwandlung,die dem aktiven und kreativen Wesen entspringt, welches aus dem Höchsten heraus das Universum erneuert und ihm Form gibt.
Auch in der heutigen Zeit fühlt der heranwachsende Mensch den Wunsch nach Freiheit in seiner Seele erwachen. Wir erkennen dieses Streben als etwas sehr Tiefes, sehr Eigenes unserer Seele und empfinden doch nur noch als wahrhaftig, was über die leiblichen Sinne zu uns spricht.
Dieser Zustand unserer Seele, nicht das beherbergen zu können, was wir zugleich als das Wesentlichste erahnen, erfüllt uns mit Betrübnis und macht uns von Tag zu Tag lebensuntauglicher.
Aus dieser Erkenntnis heraus stellen wir uns ein Leben auf der Farm als die bestmögliche Therapie vor. In der Natur können wir täglich die ganze Vielfalt der Schöpfung erleben.
Die Menschen, die wir in unserer Gemeinschaft aufnehmen, leiden außer an der oben genannten Problematik in vielen Fällen an schweren psychiatrischen- und/oder Suchterkrankungen verschiedenster Art.
Das Leben auf dem Lande stellt die Basis für den therapeutischen Prozess dar, da die landwirtschaftliche Arbeit uns unter anderem die Erfahrung schenkt, was eigentlich ein lebendiger Organismus ist, etwas, das man in der Stadt nur schwerlich erleben kann. Als Beispiel sei hier nur der Jahreslauf mit seinen vier Jahreszeiten genannt.
Wenn wir so tagtäglich auf dem Lande arbeiten, wird uns die Bedeutung der vier Jahreszeiten erst zur Erfahrung. Unsere Arbeit wird bestimmt durch die Erfordernisse einer jeden Jahreszeit. Sowohl die Erde, wie auch Pflanzen und Tiere stellen andere Anforderungen an uns. Ob im Frühling, im Sommer, im Herbst oder im Winter, wir müssen lernen, uns in die Natur zu vertiefen und uns der großartigen Weisheit zu öffnen, die in dem Jahreslauf liegt.
Während unseres Tuns verwandelt und erhebt sich unser Innenleben und führt uns dabei allmählich zu der Erkenntnis, dass die Natur, die vorher für uns nur ein Zufallsprodukt von Naturgesetzen war, in Wirklichkeit der majestätische Ausdruck eines lebendigen Geistes ist.
All das läßt uns nach und nach gesunden und erlaubt so, dass in unserer Seele die Überzeugung erwacht, dass wir uns aufrichten können.
Als Menschen, hineingeboren in den Materialismus und in ihm aufgewachsen, leben wir immer mehr unter dem dumpfen Eindruck, unveränderbare Wesen zu sein. Dieser materialistischen Anschauung nach wären wir nur ein Zufallsprodukt der Naturgesetze.
Auf diese Weise verlieren wir, was dem Geiste eigen ist: die Fähigkeit der Verwandlung,die dem aktiven und kreativen Wesen entspringt, welches aus dem Höchsten heraus das Universum erneuert und ihm Form gibt.
Auch in der heutigen Zeit fühlt der heranwachsende Mensch den Wunsch nach Freiheit in seiner Seele erwachen. Wir erkennen dieses Streben als etwas sehr Tiefes, sehr Eigenes unserer Seele und empfinden doch nur noch als wahrhaftig, was über die leiblichen Sinne zu uns spricht.
Dieser Zustand unserer Seele, nicht das beherbergen zu können, was wir zugleich als das Wesentlichste erahnen, erfüllt uns mit Betrübnis und macht uns von Tag zu Tag lebensuntauglicher.
Aus dieser Erkenntnis heraus stellen wir uns ein Leben auf der Farm als die bestmögliche Therapie vor. In der Natur können wir täglich die ganze Vielfalt der Schöpfung erleben.
Die Menschen, die wir in unserer Gemeinschaft aufnehmen, leiden außer an der oben genannten Problematik in vielen Fällen an schweren psychiatrischen- und/oder Suchterkrankungen verschiedenster Art.
Das Leben auf dem Lande stellt die Basis für den therapeutischen Prozess dar, da die landwirtschaftliche Arbeit uns unter anderem die Erfahrung schenkt, was eigentlich ein lebendiger Organismus ist, etwas, das man in der Stadt nur schwerlich erleben kann. Als Beispiel sei hier nur der Jahreslauf mit seinen vier Jahreszeiten genannt.
Wenn wir so tagtäglich auf dem Lande arbeiten, wird uns die Bedeutung der vier Jahreszeiten erst zur Erfahrung. Unsere Arbeit wird bestimmt durch die Erfordernisse einer jeden Jahreszeit. Sowohl die Erde, wie auch Pflanzen und Tiere stellen andere Anforderungen an uns. Ob im Frühling, im Sommer, im Herbst oder im Winter, wir müssen lernen, uns in die Natur zu vertiefen und uns der großartigen Weisheit zu öffnen, die in dem Jahreslauf liegt.
Während unseres Tuns verwandelt und erhebt sich unser Innenleben und führt uns dabei allmählich zu der Erkenntnis, dass die Natur, die vorher für uns nur ein Zufallsprodukt von Naturgesetzen war, in Wirklichkeit der majestätische Ausdruck eines lebendigen Geistes ist.
All das läßt uns nach und nach gesunden und erlaubt so, dass in unserer Seele die Überzeugung erwacht, dass wir uns aufrichten können.
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- Cuyuncavi, Metropolitana, Chile